Kleiner Holzratgeber – Splintholz und Kernholz

Baumscheibe Splintholz Kernholz Eichenholz

Was genau sind Splintholz und Kernholz?

01

Erklärung und Unterschiede

02

Vor-und Nachteile

03

Kernholzbäume und Splintholzbäume

04

Verarbeitung

In dieser Ausgabe unseren „kleinen Holzratgebers“ möchten wir Euch mehr über Splintholz und Kernholz erzählen. Diese beiden Zonen des Baumholzes haben unterschiedliche Funktionen für den Baum und für uns verschiedene Eigenschaften, die wir für uns nutzen können.

01 Erklärung

Definition

Oft besteht ein Baum nicht nur aus einer, sondern gleich aus verschiedenen „Lagen“, die unterschiedliche Funktionen erfüllen. In groben Zügen lassen sich diese Schichten des Holzes in Splint- und Kernholz unterteilen. Die Breite der beiden Zonen ist je nach Holzart verschieden. Es gibt auch Bäume die lediglich ein Reifholz als Kernholz ausbilden. Bei diesen Baumarten sind die beiden Zonen optisch kaum voneinander zu unterscheiden, da sich das Reifholz nicht sehr viel dunkler verfärbt. Das Innenholz dieser Bäume, wie z.B. bei der Fichte, ist somit verkernter.

Splintholz

Das Splintholz ist die junge, physiologisch aktive Zone des Baumes. Hier werden Nährstoffe und Wasser gespeichert und weiter bis in die Baumkrone transportiert. Es ist oft sehr hell.

Kernholz

Das Kernholz im Inneren des Baumes ist die physiologisch nicht mehr aktive, oft dunklere, innere Zone, die sich deutlich vom äußeren, hellen Splintholz unterscheiden kann. Sie dient vor Allem der Stabilisierung des Baumes. 

Baumscheibe Splintholz Kernholz Eichenholz Details

02 Vor-und Nachteile

Splintholz

der Versorger

Je nach Zone zeigt das Holz verschiedene Eigenschaften in der Optik, Dichte und Festigkeit. Das Splintholz ist hell und erheblich weicher. Vor allem für witterungsbeständige Möbel im Außenbereich eignet sich das Holz nicht und wird in der Möbelverarbeitung häufig entfernt.

Kernholz

das Starke

Das Kernholz dagegen ist deutlich härter und trockener. Auch zeigt häufig erst das Kernholz die dominante Holzfarbe des Baumes. Da es bei vielen Bäumen nicht für den Nährstofftransport zuständig ist, enthält es nicht so viel Feuchtigkeit. Dadurch muss es auch weniger sorgfältig getrocknet werden. Im Gegensatz zu Splintholz schrumpft und verzieht sich Kernholz nicht mehr in dem Maße.

03 Kernholzbäume und Splintholzbäume

Splintholz-bäume

Nicht alle Bäume bilden ein Kernholz wie oben beschrieben aus. Bei einigen ist das gesamte Holz am Nährstoff- und Wassertransport beteiligt. Diese Bäume werden Splintholzbäume genannt. Bei diesen bestehen keine Farb- und Feuchteunterschiede zwischen Kern- und Splintholz. Hierzu gehören u.a. Birke, Erle und Ahorn. Ihr Holz hat über den gesamten Querschnitt Splintholzcharakter. 

Kernholz-bäume

Oft verwendete Kernholzarten sind Kiefer, Lärche, Eiche, Walnuss, Palisander und Teak.

Zu den Kernholzbäumen die Reifholz ausbilden gehören Fichte und Linde.

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